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„Eine Frage der Menschenrechte.“

Die „HeForShe“-Kampagne der Vereinten Nationen fordert Männer und Jungen auf, sich für die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung der Rechte von Frauen einzusetzen. Denn noch immer werden Frauen weltweit stark benachteiligt.

Unterstützt wird die Kampagne von Weltstars wie dem Schauspieler Matt Damon und der Schauspielerin Emma Watson, die bei der Vorstellung der Kampagne ihre Forderung mit dem Satz: „Wir wollen, dass Diskriminierung aufhört“ auf den Punkt brachte. Die Kampagne setzt sich dafür ein, dass sich auch mehr Männer für die Gleichstellung von Mann und Frau einsetzen.

„Gleichstellung ist nicht nur ein Thema für Frauen. An der Gleichstellung von Mann und Frau lässt sich ablesen wie es eine Gesellschaft insgesamt mit den Menschenrechten hält,“ sagt SPD-Chef Sigmar Gabriel und appelliert damit auch an diejenigen, die glauben, dass Frauenrechte vor allem eine Frauensache seien.

„Frauen haben mehr verdient“

„Frauen haben mehr verdient. Wir müssen und wollen alle zusammenarbeiten – Frauen und Männer in Deutschland und in der ganzen Welt. Derzeit haben aber vor allem viele Frauen nicht die gleichen Chancen und Rechte. Die Kampagne HeForShe will das ändern. Sie will das ändern, in dem sie dazu aufruft, dass sich vor allem Männer und Jungen erheben, um solidarisch für Gleichstellung einzutreten. Ich unterstütze die Kampagne #HeforShe und die Ziele, die sie verfolgt, ausdrücklich“, führt Gabriel fort.

Die SPD hat viel erreicht

Auch Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig unterstützt die Kampagne. Bereits am 9. März hat die Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig an der 59. Sitzung der Frauenrechtskommission in New York teilgenommen. In ihrer Rede warb sie dafür, die Lebenswirklichkeit von Frauen zu verbessern und ihnen größere Teilhabechancen einzuräumen.

Die SPD hat in der Bundesregierung einiges für die Gleichstellung getan. So gilt seit Mai 2015 das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst. Mit dem Gesetz soll mittelfristig der Anteil von Frauen in Führungspositionen erheblich gesteigert und letztlich ein Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern erreicht werden. Darüberhinaus habt die SPD für Alleinerziehende eine deutliche steuerliche Verbesserung erreicht.

Es gibt viel zu tun

Dennoch. Weder in Deutschland und noch weniger in der Welt herrscht zwischen Männern und Frauen Chancengleichheit und Rechtegleichheit. Der SPD ist die Gleichstellung von Mann und Frau seit jeher ein Anliegen und wird es auch weiter bleiben. Frei nach August Bebel: „Es gibt keine Befreiung der Menschheit ohne die soziale Unabhängigkeit und Gleichstellung der Geschlechter.“

Manuela Schwesig Bild: dpa

Die Frauenquote ist da

Die SPD hält, was sie verspricht – und hat sich durchgesetzt. Am 1. Mai ist es soweit: Nach jahrelangen Debatten kommt die gesetzliche Frauenquote von mindestens 30 Prozent für Aufsichtsräte. „Jetzt endlich gilt die Quote. Deutschland ist ein Stück gerechter geworden – dank der SPD“, sagte SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi am Donnerstag.

Noch immer sind zu wenige Frauen in der Führungsebene großer Unternehmen vertreten. Das wird sich nun ändern, denn die SPD hat die gesetzliche Frauenquote durchgesetzt. Am 1. Mai tritt das Gesetz in Kraft. „Der Kulturwandel hat begonnen“, stellte Frauenministerin Manuela Schwesig am Donnerstag fest. Das Gesetz werde nicht nur für Frauen in Führungsgremien wirken. Es werde für alle Frauen wirken, die in den Unternehmen und im öffentlichen Dienst arbeiten. „Die feste Frauenquote gilt für große Unternehmen, und damit für viele, viele Frauen, die dort beschäftigt sind“, sagte Schwesig.

Die SPD-Vize erinnerte daran, dass ihre Partei lange Zeit für eine gesetzliche Quote für mehr Frauen in Führungspositionen gekämpft habe – und mit ihr viele Frauenorganisationen in Deutschland. „Die Widerstände gegen dieses Gesetz machen die Widerstände sichtbar, die jede Frau im Arbeitsalltag überwinden muss. Diese haben gezeigt, dass wir für Frauenrechte kämpfen müssen. Veränderung kommt nicht von allein.“

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